Der Golden Retriever - ein Jagdhund

FCI-Standard Nr.111

  • Gruppe 8: Apportierhunde - Stöberhunde - Wasserhunde
  • Sektion1: Apportierhunde
  • Mit Arbeitsprüfung

 

 

 

Die Anfänge des Golden Retrievers

 

Der Golden Retriever ist eng mit der Entwicklung der Jagd ein seiner Heimat England verbunden. Die Engländer entwickelten viele Jagdgebrauchshunde unter anderen den Golden Retriever (engl. to retreive: abholen, apportieren, bringen), eine spezielle Gruppe für die Arbeit nach dem Schuss. Diese Eignung bzw. diese Aufgabe brachte ihnen auch dem Namen "Gundogs" ein. Der Golden ist also ein auf das Auffinden und Zurückbringen spezialisierter Hund.

 

Der Golden Retriever wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert in Schottland entwickelt – und nein, nicht, weil die Menschen damals so gern süße Familienhunde streichelten. Vielmehr war er das Produkt gezielter Zuchtbemühungen, um einen robusten, wetterfesten Apportierhund zu schaffen. Die Hunde mussten die Wildvögel möglichst unversehrt über Stock und Stein, durch Wasser und Sumpf zurückbringen.

Lord Tweedmouth (ja, der hieß wirklich so!) begann die Zuchtlinie mit einem gelben Wavy-Coated Retriever und einer Tweed-Water-Spaniel-Hündin. Klingt romantisch? Vielleicht. Aber die Wurzeln des Goldies sind klar: Arbeitshund. Jagdhund. Leistungsbereit. Robust.

 

Der Charakter, das Wesen und ihre Leidenschaft

 

Golden Retriever sind freundlich, lernfreudig, menschenbezogen – und sie haben diese charmante Fähigkeit, selbst sturste Menschenherzen zu schmelzen. Sie wirken, als würden sie dir freiwillig beim Geschirrspülen helfen – so sehr wollen sie gefallen.

 

Golden Retriever sind sportlich, ausdauernd, wasserverrückt – und brauchen mehr als nur einen gemütlichen Spaziergang um den Block. Diese Hunde wollen rennen, schwimmen, lernen, schnüffeln. Sie sind intelligent – und das ist kein Bonus, sondern eine Aufgabe. 

 

Was Goldies lieben:

 jegliche Art von Hundesport

Nasenarbeit

Apportierarbeit

Schwimmen

Gehorsam mit Spaß

Beschäftigung mit Hirn